Dienstag, 16. April 2013

„Es ist ein massiver matschgelber Wohnblock, ein architektonisches Verbrechen, gemauertes Prekariat.“
Juan Moreno im „Spiegel“ über das zugegeben nicht besonders schöne Wohnhaus in Malmös Stadtteil Rosengård, wo Zlatan Ibrahimovic im fünften Stock aufwuchs.
Donnerstag, 11. April 2013
Donnerstag, 14. März 2013
 
Gervinho, 18, im Jahre 2005 beim KSK Beveren in Belgien (Foto Edward Beierle) und heute bei Arsenal London (Foto Pixathlon)
Montag, 4. März 2013
 Von Fabian Roßmann.
Die Sonne strahlt vom weiß-blauen Himmel, das Thermometer zeigt fünf Grad an, der Schnee am Spielfeldrand türmt sich zu einer rund eineinhalb Meter hohen Bande und rund 200 Zuschauer haben sich eingefunden am Trainingsgelände des TSV 1860 im Süden Münchens. In wenigen Minuten werden sich auf dem Platz die U17-Mannschaften der Löwen und des 1.FC Kaiserslautern duellieren. Auf dem Kunstrasen, versteht sich. Alles andere wäre eine Zumutung und könnte die Karrieren der Nachwuchstalente gefährden. Das Aufwärmen ist abgeschlossen, die beiden Teams machen sich in ihren Kabinen fertig für die Partie - auf dem Feld wird's gleich heiß hergehen.
Die Stimmung ist hier nicht ansatzweise wie in den rappelvollen Arenen der Bundesliga, hier spielen nicht Messi, Ronaldo oder Ribery und das Spielniveau ist selbstverständlich auch nicht mit hochklassigem Herrenfußball zu vergleichen. Und doch merke ich: Ich bin da. Dort, wo der Fußball noch Fußball sein darf. Hier sieht man, was es heißt, wenn man sich aufopferungsvoll in eine Partie wirft, gewillt ist, 80 Minuten Vollgas zu geben. In den Bundesligastadion vermisst man das mehr und mehr. Hier merkt man, was der Fußball wirklich ist. Die Jungs spielen, weil Fußball geil ist und es einfach Spaß macht, am Sonntagvormittag für seinen Verein zu kicken.
Für die Jungs geht es um alles. Sind sie nicht Spiel für Spiel bei der Sache, ist der Traum vom Profifußball schon ausgeträumt, ehe er überhaupt richtig begonnen hat. In den Nachwuchsleistungszentren der Profivereine zählt ausnahmslos das Leistungsprinzip. Talente gibt es wie Sand am Meer, gut kicken können viele Jugendliche. Wer sich abheben will vom Rest, muss Talent und Charakter so miteinander verbinden, dass er das Maximale aus seinen Anlagen herausholen kann. Nur dann hat er die Chance, eines Tages in den Genuss zu kommen, vor tausenden von Zuschauern und Millionen vor den TV-Geräten sein Hobby auszuüben.
Die Anforderungen für Talente werden immer höher. Training ist fast so häufig wie bei Berufsfußballer, nebenbei soll aber auch die Schule nicht auf der Strecke bleiben. Der berühmte Plan B, sollte es doch nicht klappen mit der ganz großen Karriere. Man muss auf vieles verzichten, das die gleichaltrigen Freunde ohne Bedenken ausleben dürfen. Während die Kumpels am Wochenende in die Disko zum feiern gehen, steht für die Talente meist der sportliche Wettkampf an. Auf Alkohol und Nikotin sollte sowieso verzichtet werden, ist der Körper doch das Kapital eines Fußballers. Und an eben jenen Körper werden die Anforderungen immer größer, denn der Fußball entwickelt sich weiter, wird dynamischer, körperbetonter. Wer die körperlichen Voraussetzungen nicht mitbringt, wird nur schwer bestehen können. Doch wer all dies in Kauf nimmt, ein gewisses Talent mitbringt, den Charakter und Willen besitzt, es zu schaffen und dann noch das Quäntchen Glück hat, auf die richtigen Leute im richtigen Moment zu treffen, der darf ihn leben, den Traum Fußballprofi.
Doch bis dahin ist es für die Talente von 1860 und Kaiserslautern noch ein langer und steiniger Weg. Erst einmal müssen sie sich hier behaupten. Sie müssen bestehen vor dem Trainer, den Verantwortlichen, dem Druck und den Zuschauern. Letztgenannte sind hier zum Großteil Eltern der Spieler und Scouts. Scouts von anderen Vereinen und von Unternehmen, die versuchen die jungen Talente möglichst früh mit langfristigen Werbeverträgen auszustatten. Richtige Fans verschlägt es nur selten zu solchen Spielen. Es ist eine seltsame Atmosphäre, ganz anders als sonst beim Fußball. Geschimpft wird nur selten, Beleidigungen gegen den Gegner sind sowieso tabu. Man hört jedes einzelne Wort der Spieler, die Anweisungen der Trainer, die Ansagen des Schiedsrichters. Solche Spiele sind die Möglichkeit, dem Fußball so nah zu kommen, wie man es sonst nicht kann.
Das Spiel endet nach einem harten Fight von beiden Mannschaften mit einem 2:1-Erfolg für die Münchner Löwen. Doch das Ergebnis ist für mich nicht wichtig. Für mich steht nur eines fest. Schon bald will ich wieder dorthin. Dorthin, wo der Fußball noch Fußball sein darf. Denn dieser von uns allen geliebte Sport ist wie ein Eisberg: Ohne die Basis kann es die Spitze nicht geben. Und wer die Basis vernachlässigt, wird den Fußball nie verstehen.
Freitag, 8. Februar 2013
50 Jahre Elysee-Vertrag, fast 31 Jahre WM-Halbfinale Frankreich gegen Deutschland. Beide Mannschaften von damals standen am Mittwoch vor dem Länderspiel am Mittelkreis im Stade de France in Paris. Auch Toni Schumacher, von einem Teil der Fans im Stadion ausgebuht. Patrick Battiston fehlte, "L'Èquipe" meldete, er wollte Schumacher nicht begegnen. Kein Handschlag nach der Tätlichkeit von Sevilla.

"Ich zahl ihm die Zähne": In Frankreich ist Toni Schumacher auch mehr als 30 Jahre nach seiner Tätlichkeit gegen Patrick Battiston immer noch kein Sympathieträger, um es wohlwollend auszudrücken.
Donnerstag, 7. Februar 2013
Gestern in der Halbzeitpause beim DFB-Länderspiel im Stade de France in Paris. Am Waschbecken der Toilette sagt ein kleiner drahtiger Mann mit Sechstagebart seinen Freunden, was in der zweiten Halbzeit passieren wird. Noch mal hingesehen, tatsächlich: Bixente Lizarazu. Im Stade de France 1998 Weltmeister, nun Co-Kommentator im französischen Fernsehen.
Montag, 4. Februar 2013
Bei der Copa Sao Paulo treffen auch die Masseure das Tor. Es passierte beim Spiel zwischen den Juniorenteams von Flamengo und Santos AP.
Samstag, 18. August 2012
"Zapp"-Beitrag
NDR-Fernsehen
Sonntag, 10. Juni 2012
Durch die Bank lobte ARD-Experte Mehmet Scholl die DFB-Spieler nach dem 1:0-Sieg gegen Portugal, mit einer Ausnahme: Mario Gomez. Zwischenzeitlich habe er Angst gehabt, dass Gomez sich wundgelegen hat.
Harter Tobak, aber wahre Worte, wie ich finde: Gomez ist im modernen Fußball fast schon ein Anachronismus, da er eigentlich nur von seinen Toren lebt. Wer trifft hat Recht, mag man argumentieren, aber wenn Gomez nicht trifft, dann findet er eben so gut wie nicht statt und hilft der Mannschaft auf diese Weise kein Stück weiter. Es mag aus seiner Sicht unverständlich sein, nach 26 Bundesliga-Toren diese Saison und einem spielentscheidenden Treffer im EM-Auftaktspiel dennoch in Frage gestellt zu werden, aber seine Daseinsberechtigung als Stürmer Nr.1 steht und fällt aufgrund seiner Spielweise allein mit seinen Toren und dem Spielausgang. Es bleibt abzuwarten, auf wen Jogi Löw im folgenden Spiel gegen die Niederlande setzt.
Montag, 2. April 2012
Versöhnlich zeigte sich Robin Dutt bei der Pressekonferenz anlässlich seiner eigenen Entlassung, die er auf diesem Wege selbst äußerst würdevoll gestaltete. Kein böses Wort zu Mannschaft, Vereinsführung, Medien oder Fans kam ihm über die Lippen. Dabei hatten gerade letztere, die sogenannten "Fans" von Bayer 04 Leverkusen, dem Aufeinandertreffen mit dem SC Freiburg im Zusammenspiel mit der unterirdischen Leistung der Werkself eine geradezu gruselige Atmosphäre verliehen, indem sie ihrem Hohn und Spott für die Mannschaft, aber insbesondere Dutt selbst freien Lauf ließen.
Natürlich hat Dutt Fehler gemacht. Der Schwabe und das Rheinland - sie schienen von Beginn an nicht füreinander gemacht (aber darum soll es an dieser Stelle nicht gehen). Und natürlich ist es das Recht eines "Fans", auch einmal seinem Unmut Luft zumachen, gerade wenn man die Kluft zwischen Potenzial und Leistung der aktuellen Bayer-Mannschaft betrachtet. Und natürlich ist eine differenzierte Meinungsäußerung via Massensprechchor schwierig bis unmöglich.
Aber Christian Streich verwies zu Recht auf die moralische Dimension dieser mehr als fragwürdigen Aktion des Leverkusener Publikums, dass Dutt zu diesem Zeitpunkt bereits längst "gefressen hatte". Nachdem der Klub es nach sehr langer Zeit mittlerweile halbwegs versteht, offensiv mit dem Negativimage als seelenloser Werksverein umzugehen, rissen die Anhänger mit dieser Aktion einmal mehr das wieder ein, was vorne mühsam mit den Händen aufgebaut worden war: Diese selten destruktive Aktion offenbarte schlicht und einfach den Theaterpublikums-Charakter eines Großteils der Zuschauer, die für ihr teures Eintrittsgeld auf guter Unterhaltung bestehen. Das dieses Preis-Leistungsverhältnis beim Fußball nicht funktionieren kann, darüber sind sich offenbar nur die allerwenigsten im Klaren: Im Werkself-Forum rechtfertigte man sich mit der großartigen Ironie dieser Aktion und mit ihrem im Vergleich zu Busblockaden und Platzstürmen ja so harmlosen Charakter. Kein Gedanke an die Aussenwirkung, nicht mal Ansatzweise eine Art Selbstreflexion oder eine Überlegung dazu, was für Auswirkungen so etwas auf die betroffene Person haben könnte.
Als mehr oder weniger Aussentstehenden bleibt einem da eigentlich nur das Fremdschämen mit Christian Streich, aber Dutt selbst nahm eben diesen einfältigen Zynikern mit seinem persönlichen Erscheinen und gelassenen Auftritt bei der Pressekonferenz jeden Wind aus den Segeln. Hut ab!
Sonntag, 5. Februar 2012
Der Titanic-Cartoonist scheint ein Dortmunder zu sein...
 Quelle: http://www.titanic-magazin.de/uploads/pics/Spaetes-Glueck_01.jpg
Freitag, 20. Januar 2012
Die Bundesliga erwacht aus dem Winterschlaf, so wie (hoffentlich) auch das Rund-Blog. Monatelanges Schweigen - damit muss es jetzt wieder ein Ende haben.
Gladbach 3 - Bayern 1. Vom Ergebnis her ein kleines Schlachtfest, vom Spiel her einfach geil - ein hässliches Wort für ein schönes Erlebnis, dass nach ein paar Wochen Abstinenz einfach wieder Lust macht auf Fußball.
Freitag, 30. Dezember 2011
Ein Schalker Reservist als Kultfigur
Hans Sarpei ist 35 Jahre alt und steht beim FC Schalke 04 unter Vertrag, auch wenn er bei den Königsblauen selten zum Zug kommt, ist er bei den Fans beliebt und auch Horst Heldt, der Schalker Manager, äußerte sich in Sport Bild lobend über den aus Ghana stammenden Fußballspieler: „Hans ist ein erstklassiger Profi, immer loyal, immer zuverlässig.“
Auch, wenn Hans Sarpei auf dem Fußballplatz selten die Möglichkeit hat Gefahr auszustrahlen, ist er in den letzten Monaten zum „Kult-Kicker“ avanciert. Aber warum sollte Hans Sarpei auch Fußball spielen, wenn er laut Facebook doch „die Glühbirne“ erfunden hat und sowieso „mächtiger ist als Barack Obama.“
Zugegeben die meisten Facebook-Seiten über Hans Sarpei entsprechen wohl nicht der Wahrheit, außer vielleicht eine: „Hans Sarpei hat mehr Seiten, als Bundesligaminuten.“ Aber, wie eine andere Seite so treffend ausdrückt: „Hans Sarpei hat angerufen und gesagt es ist ihm egal“ und das kann es dem Abwehrspieler auch sein, denn nun ist er ein Internetstar.
Der Hype um ihn ist mit dem Kult um Schauspieler Chuck Norris zu vergleichen. Sarpeis Fangemeinde wächst stetig, dabei ist es egal, ob man Anhänger von Schalke 04 ist oder im Grunde gar nichts mit Fußball am Hut hat, Hans Sarpei ist einfach Kult.
Aline Müller
Montag, 28. November 2011
Höchste Zeit, einen Blogeintrag von Marco Heibel aus dem "Aktiven Abseits" vom September zu zu erwähnen.
Mäßiger Start in die Bundesliga-Saison, noch mäßigerer Start in die Champions League – die ersten Fußball-Gurus kommen schon daher und reden vom Absturz des BVB, wahlweise auch davon, dass die Borussia zu grün hinter den Ohren ist oder dass man im Sommer auf dem Transfermarkt mal richtig hätte zulangen sollen. Das ist natürlich Quatsch!
|
Kommentare