Sonntag, 5. September 2010 um 01:43
Gib dem Berti eine Möhre extra
Gib dem Berti eine Möhre extra
Vor dem Klassiker Deutschland - Aserbeidschan am Dienstag hat der verdiente Tatort-Schauspieler Berti Vogts der Taz ein Interview gegeben und verweist darin ganz bescheiden auf seinen Beitrag zum aktuellen Erfolg der Nationalmannschaft. Der deutschen, versteht sich.
Frage: Sie haben damals Jürgen Klinsmann als Teamchef ins Spiel gebracht. Steckt also auch ein bisschen Vogts im deutschen Aufschwung?
Antwort: (Vogts schmunzelt.) Ja, ich habe es gewagt, dem DFB den Tipp zu geben, Klinsmann zu verpflichten. Bisher ist das ja auch ganz gut gelaufen. Ich habe in dieser Mannschaft gespielt, ich habe diese Mannschaft geführt. So, wie sie im Moment auftritt, ist mein Konzept aufgegangen.
taz, 03.09
Bleibt die Frage: Trauen wir dem Berti jetzt so viel Selbstironie zu oder sieht man die Dinge von Aserbeidschan aus einfach ein bisschen anders?
Frage: Sie haben damals Jürgen Klinsmann als Teamchef ins Spiel gebracht. Steckt also auch ein bisschen Vogts im deutschen Aufschwung?
Antwort: (Vogts schmunzelt.) Ja, ich habe es gewagt, dem DFB den Tipp zu geben, Klinsmann zu verpflichten. Bisher ist das ja auch ganz gut gelaufen. Ich habe in dieser Mannschaft gespielt, ich habe diese Mannschaft geführt. So, wie sie im Moment auftritt, ist mein Konzept aufgegangen.
taz, 03.09
Bleibt die Frage: Trauen wir dem Berti jetzt so viel Selbstironie zu oder sieht man die Dinge von Aserbeidschan aus einfach ein bisschen anders?
Montag, 2. August 2010 um 15:27
Neues von Loddar
Neues von Loddar
"Mein Job in Kamerun ist ja leider durchgefallen, weil die Frau des Staatspräsidenten, der mich unbedingt haben wollte, meine Geschichte mitgekriegt hat."
Wenn das so ist, steht dem längst überfälligen Engagement Loddars bei einem Top-Klub wohl nur noch sein Privatleben im Weg.
Wenn das so ist, steht dem längst überfälligen Engagement Loddars bei einem Top-Klub wohl nur noch sein Privatleben im Weg.
Freitag, 2. Juli 2010 um 14:35
Holland-Brasilien
Holland-Brasilien
Da sind die Brasilianer schlau genug Roboter-Robben zu stoppen (die Mitte zustellen, rechts einfach immer alles freilassen), aber dumm genug, nach einer absolut überlegenen ersten Halbzeit in den zweiten 45.Minuten noch alles herzuschenken. Damit steht Holland, Uruguay oder Ghana im Finale. Hätte man vorher auch nicht gedacht.
Montag, 14. Juni 2010 um 17:54
Klose freut sich wie ein Schnitzel
Klose freut sich wie ein Schnitzel
»Und für Miroslav Klose muss das doch ein innerer Reichparteitag sein, jetzt mal ganz im Ernst, dass der heute hier trifft.«
Vielleicht einfach nochmal bei Guido Knopp nachfragen, Frau Müller-Hohenstein.
Vielleicht einfach nochmal bei Guido Knopp nachfragen, Frau Müller-Hohenstein.
Sonntag, 13. Juni 2010 um 09:49
4 Erkenntnnisse aus dem Deutschland-Spiel
4 Erkenntnnisse aus dem Deutschland-Spiel
1. Es ist schon ein kleiner Treppenwitz, dass ausgerechnet Miroslav Klose den ersten Stürmertreffer der WM aus dem Spiel heraus erzielt.
2. Bereits Morgen werden Klose und Podolski in einer extra anberaumten Pressekonferenz bekannt geben, dass sie ihre Vereinskarrieren an den Nagel hängen und ab sofort nur noch Nationalmannschaft spielen.
3. Jogi Löw firmiert ab sofort nur noch als „der Schweini-Flüsterer“.
4. Woran erkennt man, dass ein Nationalmannschafts-Spiel entschieden ist? Löw wechselt Gomez ein.
2. Bereits Morgen werden Klose und Podolski in einer extra anberaumten Pressekonferenz bekannt geben, dass sie ihre Vereinskarrieren an den Nagel hängen und ab sofort nur noch Nationalmannschaft spielen.
3. Jogi Löw firmiert ab sofort nur noch als „der Schweini-Flüsterer“.
4. Woran erkennt man, dass ein Nationalmannschafts-Spiel entschieden ist? Löw wechselt Gomez ein.
Donnerstag, 10. Juni 2010 um 22:28
For the Game. For the World.
For the Game. For the World.
Morgen beginnt sie, die Jagd nach dem heiligen Gral des Fußballs. Einen Monat WM – 64 Spiele, also mehr als 5760 Minuten Fußball. Ein Traum.
"Geschenkt" wird uns das Ganze von der FIFA, diesem gemeinnützigen Verein mit Sitz in der Schweiz, der allein durch die WM in Südafrika satte 2,3 Milliarden Euro an Fernseh- und Sponsorengeldern einstreichen wird. Im Gegenzug zieht der Weltverband Bannmeilen um die Stadien und Fan-Parks in Südafrika, damit dort ausschließlich die Produkte der WM-Sponsoren von lizensierten Händlern feilgeboten werden, während die traditionellen Straßenhändler ausgesperrt werden. Die WM ist schließlich keine Veranstaltung für Südafrika, sondern für den Profit der FIFA.
Dies ist nur ein Beispiel von vielen für das heute von vorne bis hinten durchkommerzialisierte Event Spitzenfußball, und man fragt sich, ob diese Entwicklung noch weiter auf die Spitze getrieben werden kann oder irgendwann die Grenze dessen, was möglich ist, erreicht sein wird und einfach nichts mehr geht. Aber wir Fans werden wohl auch dann noch zu den Spielen pilgern, weil es der Sport ist, den wir lieben. Für 90 Minuten blenden wir alles andere aus, wenn der Ball rollt sind uns Sepp Blatter und Konsorten herzlich egal – und das ist auch gut so.
"Geschenkt" wird uns das Ganze von der FIFA, diesem gemeinnützigen Verein mit Sitz in der Schweiz, der allein durch die WM in Südafrika satte 2,3 Milliarden Euro an Fernseh- und Sponsorengeldern einstreichen wird. Im Gegenzug zieht der Weltverband Bannmeilen um die Stadien und Fan-Parks in Südafrika, damit dort ausschließlich die Produkte der WM-Sponsoren von lizensierten Händlern feilgeboten werden, während die traditionellen Straßenhändler ausgesperrt werden. Die WM ist schließlich keine Veranstaltung für Südafrika, sondern für den Profit der FIFA.
Dies ist nur ein Beispiel von vielen für das heute von vorne bis hinten durchkommerzialisierte Event Spitzenfußball, und man fragt sich, ob diese Entwicklung noch weiter auf die Spitze getrieben werden kann oder irgendwann die Grenze dessen, was möglich ist, erreicht sein wird und einfach nichts mehr geht. Aber wir Fans werden wohl auch dann noch zu den Spielen pilgern, weil es der Sport ist, den wir lieben. Für 90 Minuten blenden wir alles andere aus, wenn der Ball rollt sind uns Sepp Blatter und Konsorten herzlich egal – und das ist auch gut so.
Montag, 7. Juni 2010 um 20:19
Brauche 30 Millionen, biete Vizemeisterschaft
Brauche 30 Millionen, biete Vizemeisterschaft
Kaum schnuppert der Felix mit der Königsblauen Low-Budget-Truppe mal am Erfolg, schon wittert er Morgenluft: Für die neue Saison fordert er schlappe 30 Millionen für Verstärkungen, um auch in Zukunft vorne mitspielen zu können. Auf gegenläufige Forderungen des ihm vorgesetzten Fleischproduzenten Tönnies reagiert er nur mit Verwunderung und einer kleinen Liste seiner Positionen im Verein: Trainer, Manager, Vorstand, Alphatier, Großmeister, Guru, tollster Hecht etc. Sollte er selbst mit seiner verklausulierten Rücktrittsdrohung seine Vorstellungen nicht durchsetzen können, steht er wohl demnächst als Messias beim 1.FC Köln auf der Matte - oder bastelt doch weiter bei S04 rund um Albert Streit am Meisterteam.
Samstag, 22. Mai 2010 um 22:00
Gott vs. Gott
Gott vs. Gott
Der letzte große Fußballabend vor der WM in Südafrika steht an und während die BILD-Zeitung einal mehr mit einer glatten Lüge auf dem Titelblatt glänzt ("Heute sind wir alle Bayern!"), wirft Peter Unfried für die Taz den Blick aufs "große Ganze" und liefert damit die meiner Meinung nach ideale Einstimmung auf das große Finale.
Mittwoch, 24. März 2010 um 16:31
Die verhinderte Rache des Felix M.
Die verhinderte Rache des Felix M.
In einem veritablen Grottenkick auf einem Acker von einem Rasen (aber das Ding ist ja ausfahrbar - super Gimmick Schalke!) besiegen die selbsternannten Pazifisten vom FCB die Raubeine von Felix Magath mit 1:0. Schalke wird dabei für seine über weite Strecken erschreckende Passivität bestraft. Es ist ganz einfach so: Bayern kann sich sowas erlauben - aber gegen Bayern kannst du das einfach nicht bringen. Erwähnenswert vielleicht noch der nicht stattfindende Ribery (fünf Jahre Vertag wofür, Scarface?) und natürlich der derzeit unvermeidliche Robben. In gewohnter Manier setzte er sich mit einem seiner immer gleichen, aber offensichtlich einfach nicht zu stoppenden dynamischen Sturmläufe auf rechts durch, um dann in den Strafraum zu ziehen und zu vollenden. Da war dann auch der bis dahin führende Robbenjäger Westermann mit seinem Latein am Ende und ließ sich überrumpeln. Fazit: Van Gaal bastelt weiter am berühmten Tripel, um damit seine Bewerbung für die Stelle als Bundestrainer aufzumotzen, während Magaths Rachegelüste unbefriedigt bleiben.
Montag, 15. März 2010 um 23:09
It must have been love, but it`s over now
It must have been love, but it`s over now
David Beckham hat sich im Spiel gegen Chievo Verona die Achillessehne gerissen. Unter Tränen musste er vom Platz getragen werden, wohlwissend, dass es mit 34 schwer wird, es noch einmal in die amerikanische Eliteliga MLS zurückzuschaffen.
Immerhin: In den USA hat man ihn noch nicht ganz vergessen: Die Koriphäe der nordamerikanischen Sportberichterstattung bringt uns via Webcam direkt aus dem heimischen Wohnzimmer auf den neusten Stand, was "Becks" Arztwahl angeht. Nein, nicht etwa Dr.Müller-Wohlfahrt genießt Beckhams Vertrauen, "there`s absolutely nothing better than a finnish doctor." Die Hoffnung stirbt zuletzt! Solange bleiben uns nur Roxette.
I`m out, peace.
Immerhin: In den USA hat man ihn noch nicht ganz vergessen: Die Koriphäe der nordamerikanischen Sportberichterstattung bringt uns via Webcam direkt aus dem heimischen Wohnzimmer auf den neusten Stand, was "Becks" Arztwahl angeht. Nein, nicht etwa Dr.Müller-Wohlfahrt genießt Beckhams Vertrauen, "there`s absolutely nothing better than a finnish doctor." Die Hoffnung stirbt zuletzt! Solange bleiben uns nur Roxette.
I`m out, peace.
Montag, 22. Februar 2010 um 11:16
Werder - Bayer 04
Werder - Bayer 04
Zweite Minute der Nachspielzeit, Mertesacker köpft ein zum 2:2, Hypiä ist meilenweit weg von seinem Gegenspieler - um genau zu sein: Auf der Tribüne. Fazit: Den kleinen Ausrutscher der Bayern nicht genutzt, aber weiter ungeschlagener Spitzenreiter. Trotzdem beschleicht einen als Leverkusen-Fan ein ungutes Gefühl, mal ganz abgesehen vom üblichen Vizekusen-Gerede. Eine Saison, die höchtswahrscheinlich im internationalen Geschäft endet, in der Champions League - damit hat man nicht unbedingt gerechnet. Doch die Chance, Deutscher Meister zu werden, bekommt man nur einmal für längere Zeit (siehe Dortmund, Bremen, Stuttgart, Wolfsburg in den letzten 10 Jahren), natürlich mit Ausnahme der Bayern. Bleibt zu hoffen, dass Heynckes auch weiterhin kleine Fußballwunder möglich macht.
Mittwoch, 10. Februar 2010 um 10:18
Willyyyyyyyyyyy Sagnol
Willyyyyyyyyyyy Sagnol
Arte, die Kultur-Bastion im deutschen Fernsehen zeigt Deutschland, beziehungsweise Bayern aus Sicht eines Franzosen - ein sympathisches Porträt von Willy Sagnol, ein bisschen im Sendung-mit-der-Maus-Stil gehalten.
Mittwoch, 3. Februar 2010 um 12:09
Brazil takes off

Die Rückkehr Robinhos von Manchester City zum FC Santos ist nur das deutlichste Zeichen einer Entwicklung, die Haruka Gruber auf Spox.com nachzeichnet. Der einstmals finanziell und am Exodus der Stars leidenden brasilianischen Liga gelingt es jetzt dank Wirtschaftsboom und entsprechend spendablen Großkonzernen, Adriano, Ronaldo, Robinho & Co zurück in der Liga zu holen oder die zukünftigen Top-Spieler erst gar nicht gehen zu lassen. Der Preis für diese Entwicklung ist die zunehmende Kommerzialisierung, doch die Fans werden wohl mehr als bereit sein, das zu akzeptieren.
Brazil takes off

Die Rückkehr Robinhos von Manchester City zum FC Santos ist nur das deutlichste Zeichen einer Entwicklung, die Haruka Gruber auf Spox.com nachzeichnet. Der einstmals finanziell und am Exodus der Stars leidenden brasilianischen Liga gelingt es jetzt dank Wirtschaftsboom und entsprechend spendablen Großkonzernen, Adriano, Ronaldo, Robinho & Co zurück in der Liga zu holen oder die zukünftigen Top-Spieler erst gar nicht gehen zu lassen. Der Preis für diese Entwicklung ist die zunehmende Kommerzialisierung, doch die Fans werden wohl mehr als bereit sein, das zu akzeptieren.
Dienstag, 26. Januar 2010 um 11:11
Ohne Rolfes fahr`n wir zur WM
Ohne Rolfes fahr`n wir zur WM
Simon Rolfes wird es nach seiner dritten Knieoperation in der laufenden Saison wohl nicht zur WM in Südafrika schaffen. Das ist ein nicht unerheblicher Verlust, stellt der meist unauffällig agierende Rolfes doch eine der zuverlässigsten Größen in Verein wie Nationamannschaft dar. Auch bei seinen elf Saisoneinsätzen 09/10 zeigte er starke Leistungen. Immerhin: An der öffentlichen Reaktion, nicht nur von Seite des Bundestrainers, zeigt sich auch der gestiegene sportliche Stellenwert von Rolfes. Kein Wunder angesichts der Alternativen: Nachdem Löw Thorsten Frings für immer und ewig in die Verbannung geschickt hat, stellt auch Thomas Hitzlsperger derzeit keine ernsthafte Option dar. Bleibt noch Schweinsteiger. Doch wenn Löw schon Toni Kroos beruft, sollte er auch Rolfes` vereinseigenen "Stellvertreter" mal ins Auge fassen, der zumindest einen Gedanken für die Zukunft wert ist.
Sonntag, 10. Januar 2010 um 18:04
Africa Cup
Africa Cup
Der Anschlag auf die togolesische Nationalmannschaft im Vorfeld des Africa Cups ist ein schreckliches Ereignis, keine Frage. Doch zeichnen sich die Kritiker, die jetzt auf den Plan treten und die Sicherheit der WM in Südafrika in Frage stellen, allenfalls durch ihre Arroganz aus. Angola ist nicht gleich Südafrika, Afrika nicht gleich Afrika, zwischen Luanda und Johannisburg liegen mehrere tausend Kilometer. Es geht dabei auch um den sogenannten „Afro-Pessimismus“, der Vorfall torpediert die (zugegebenermaßen übertriebenen) Hoffnungen der Afrikaner, den ewigen Zweifeln an ihrem Kontinent endlich ein Ende setzen zu können bereits im Januar dieses für sie so bedeutenden Jahres.
Man kann den Funktionären Unfähigkeit vorwerfen und man darf die Frage stellen, warum ausgerechnet in der Exklave Cabinda gespielt werden muss. Doch eines sollte man darüber nicht vergessen: Angola steckt in einem überwunden geglaubten Bürgerkrieg, Südafrika dagegen hat ein Kriminalitätsproblem. Das muss man so hinnehmen, den Afrikanern in ihrer Gesamtheit aber die Fähigkeit zur Organisation einer WM abzusprechen ist mehr als arrogant.
Bleibt nur, sich dem Spiel an sich zuzuwenden und dem Africa Cup die Aufmerksamkeit zu schenken, die er zweifellos verdient.
Man kann den Funktionären Unfähigkeit vorwerfen und man darf die Frage stellen, warum ausgerechnet in der Exklave Cabinda gespielt werden muss. Doch eines sollte man darüber nicht vergessen: Angola steckt in einem überwunden geglaubten Bürgerkrieg, Südafrika dagegen hat ein Kriminalitätsproblem. Das muss man so hinnehmen, den Afrikanern in ihrer Gesamtheit aber die Fähigkeit zur Organisation einer WM abzusprechen ist mehr als arrogant.
Bleibt nur, sich dem Spiel an sich zuzuwenden und dem Africa Cup die Aufmerksamkeit zu schenken, die er zweifellos verdient.
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Mo, 06.09.2010 18:04
Ich hatte das Interview auch gelesen - und musste erst [...]