Lernen von Craig Bellamy: Der walisische Fußballstar, momentan noch ohne Chancen auf Einsätze bei Manchester City unter Vertrag, möchte gerne bei Zweitligist Cardiff City kicken, dafür aber auf keinen Cent seines momentanen Wochengehalts von rund 90.000 Euro verzichten. Eigenwillige Begründung: "Ich habe in Sierra Leone meine eigene Akademie, in der ich 13 Kinder betreue, Tag für Tag. Mein Gehalt ist für sie wichtiger als für mich."
Die traditionsreiche "Frankfurter Rundschau" steckt tief in der Krise. Dabei könnte mancher Arbeitsbereich kaum prominenter besetzt sein. Ein Blick in das Impressum:
Antwort: "Es gibt einen bestimmten Verhaltensstil beim AC Mailand, der meiner Meinung nach nicht zu dem von Balotelli passt. Er schlägt immer wieder über die Stränge."
In kaum einem Land der europäischen Fußballwelt darf eine Zeitung wohl so parteiisch sein wie in Spanien. Nahezu jedes Blatt lässt sich in die Kategorien "Real-nah" und "Barca-nah" einordnen. So auch die "AS", die ihr Herz an die "Königlichen" verloren hat und die sich über Erfolge aus Barcelona weniger überschwänglich freuen kann. Eine neue Stufe der bedingungslosen Unterstützung erreichte die Zeitung am vergangenen Wochenende, als sie gegen den 2:1-Sieg Barcas über Bilbao schimpfte: Das 1:0 sei aus klarer Abseitsposition gefallen! Der Beleg in der "AS" am Montag fiel denn auch eindeutig aus:
... bis sich irgendjemand mal das TV-Bild im Original anschaute und nachzählte:
Inzwischen hat sich die "AS" für den "Fehler in der Grafik" entschuldigen müssen. Aber bestimmt wurde auch hier zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht.
Wunderschön hat Fabrizio Miccoli soeben einen Freistoß ins linke Tordreieck gezirkelt. Doch der Kapitän von US Palermo macht eine Miene, als hätte er damit aus Versehen mehrere Hundebabys in den Tod gerissen. Teamkollegen, die ihn für sein Ausgleichstor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte stürmisch feiern wollen, müssen ihm plötzlich Trost spenden. Warum nur?
Das Spiel, das Palermo später mit 4:2 gewinnt, findet im Stadio Via del Mare zu Lecce statt. Und Miccoli, in Nardò in der Provinz Lecce geboren, ist seit seiner Kindheit glühender Lecce-Fan. Sogar seine Kapitänsbinde, die er für Palermo trägt, hat er mit den Farben seines Herzensklubs versehen: gelb und rot. Gespielt hat er für die "Salentini" nie, als Jugendlicher ließ ihn Lecce abblitzen. Er war zu klein.
Und da steht es nun, dieses 1,67 Meter kleine und 31 Jahre alte Kraftpaket, und ist den Tränen nahe. Aus der Kabine, in die der Schiedsrichter beide Teams Sekunden nach dem Tor entlässt, kehrt Miccoli nicht mehr zurück. Trainer Delio Rossi muss seinen untröstlichen Kapitän auswechseln.
Ein ganz neuer Ansatz: Nicht das Geld, sondern eine unabhängige Expertenmeinung hat bei Edin Dzeko anscheinend den Ausschlag für seine Entscheidung pro Manchester City gegeben: "Ich habe mit Roberto Mancini gesprochen, und er hat mir gesagt: 'Das ist der beste Verein für Dich'."
An der Kasse bei Edeka schräg hinter Joris Mathijsen. Man schaut ja nicht in fremde Einkaufswagen, ganz verhindern kann man es aber auch nicht - und das sah eher nach Calmund als nach einem Profisportler aus. Sicherlich Besuch über Weihnachten ("Ja, ist denn heut' scho' Weihnachten?"). Nicht, dass er sich die Laktatwerte versaut.
Ganz kurz mit dem Gedanken gespielt, ihm ein Sechserpack Eier an die Schulter zu werfen und zu sagen: "Nimm die mal bitte an, dann weißt du, wie es Nistel und Guerrero immer geht."
Und wir dachten immer, Klaus Fichtel hätte damals nicht genug bekommen: Yuri Pudishev hat den ältesten Bundesligaspieler aller Zeiten mal eben um 13 Jahre ausgestochen. Der Co-Trainer von Dynamo Brest kam am Montag im Punktspiel der ersten weißrussischen Liga gegen Tabellenführer BATE Borisov im zarten Alter von 56 Jahren zu einem Kurzeinsatz im Mittelfeld. Ein schwacher Trost, konnte er doch Dynamos 0:2-Niederlage nicht verhindern. Da glaubt man Brest-Coach Yuri Puntus gerne, wenn er sagt: "Ich denke nicht, dass Pudishevs Einsatz eine Clownsnummer war."
Stephen Ireland hat bei seinem Wechsel von Manchester City zu Aston Villa ein wenig gegen die Parvenüs seines Ex-Klubs nachgetreten und sich dabei ein wenig in Widersprüche verstrickt (RUND-Blog berichtete). Neue Bilder zeigen - er ist bescheiden geworden!
„Es ist eine gute Sache, dass sie nach Hause fahren müssen. Wenn sie eine Woche länger geblieben wären, hätten sie sich gegenseitig gegessen. So hat man den Kannibalismus verhindert.“
Éric Cantona nach dem Aus der französischen Elf am 27. Juni im Sender France 2
(Foto aus dem Film „Looking for Eric“)
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