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„Cole hat uns im Training geschockt!“
Aston Villa steht schon vor Saisonbeginn ohne Trainer da, die Queens Park Rangers stehen vor der Verpflichtung eines Gewaltverbrechers und Steven Gerrard findet Joe Cole besser als Lionel Messi.

Da waren sie noch Gegner: Steven Gerrard gegen Joe Cole
Foto: Pixathlon
Aus der Zelle auf den Platz
Nur fünf Tage vor Saisonbeginn in der englischen Premier League am 14. August ist Martin O'Neill als Teammanger von Aston Villa zurückgetreten. O´Neill hatte den Job bei Aston Villa im Sommer 2006 übernommen und führte die „Villans“ zuletzt dreimal in Folge auf den sechsten Tabellenrang. Während der Vorbereitung auf die diesjährige Spielzeit hatte sich der 58-Jährige immer wieder öffentlich mit dem amerikanischen Villa-Präsidenten und Geldgeber Randy Lerner über die zukünftige Ausrichtung des Vereins gestritten. O'Neill wollte mit „kontrolliertem Risiko“ dauerhaft an den Champions League-Rängen kratzen und machte Lerner für den regelmäßigen Verkauf von Leistungsträgern verantwortlich. Der bevorstehende Abgang von Kapitän James Milner zu Manchester City brachte das Fass nun zum Überlaufen, O'Neill warf hin.
Bei den Anhängern Aston Villas besaß der irische Coach Kultstatus. „Ich habe meine Zeit bei Aston Villa ungemein genossen“, verabschiedete er sich nun von ihnen. „Natürlich tut es weh, so einen bedeutenden Klub zu verlassen. Ich möchte mich bei Spielern, Trainerstab und Anhängern für die Unterstützung bedanken. Sowohl die Unterstützung für den Club, als auch für mich persönlich.“ Als Nachfolger für Martin O'Neill werden unter anderem US-Nationaltrainer Bob Bradley und Jürgen Klinsmann gehandelt.
Verurteilter Gewaltverbrecher zu den Queens Park Rangers?
13 mal wurde Marlon King in den vergangenen 13 Jahren von englischen Gerichten verurteilt: Verfahren wegen Körperverletzung, Hehlerei und betrunkenem Autofahren. Im vergangenen Jahr wurde er schließlich wegen sexueller Belästigung einer 20-Jährigen zu einer neunmonatigen Haftstrafe verurteilt. Bereits 2004 hatte King eine Frau auf offener Straße mit einem Gürtel geschlagen. Nach seiner Haftentlassung zeigt Zweitligist Queens Park Rangers nun Interesse an einer Verpflichtung des 30-jährigen Mittelstürmers.
„Wir haben keinen Spieler, der 20 Tore pro Saison garantiert, aber den brauchen wir“, sagte Teammanager Neil Warnock. „King hat seine Strafe abgesessen, und wir leben in einem Land, in dem wir Menschen eine zweite Chance geben sollten. Ich billige nicht was er getan hat, aber auch andere Spieler hatten in der Vergangenheit ihre Probleme. Wo immer er hingeht, er wird sich beweisen müssen.“ Fans der Queens Park Rangers zeigen sich wenig begeistert von dem möglichen Zugang. Sie sammeln Unterschriften, um den Klub von einer Verpflichtung Kings abzubringen.
Joe Cole besser als Lionel Messi?
Liverpools Mannschaftskapitän Steven Gerrard gerät ins schwärmen über Joe Cole, der vom FC Chelsea zu den "Reds" gewechselt ist. Gerrard hält den Mittelfeldspieler gar für besser als Barcelonas Superstar Lionel Messi: „Messi kann beeindruckende Sachen mit dem Ball anstellen. Aber alles was er kann, kann Joe genauso gut, wenn nicht sogar besser.“ Diese Erkenntnis gewann Gerrard auf dem Trainingsplatz: „Er hat uns geschockt im Training!“, schwärmt Gerrard. „Mit einem Golfball hat er Tricks gemacht, die die meisten Spieler noch nicht einmal mit einem Fußball hinbekommen würden!"
Jonas Strohschein



