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AM VERHANDLUNGSTISCH
Gespräche mit den Löwen
In der Männerdomäne Fußball hat sich Samira Samii durchgesetzt. Nun wird über ein Engagement beim TSV 1860 München spekuliert.

 

Samira Samii
Noch eine Fotomantage: Samira Samii vor dem Vereinswappen des TSV 1860 München 

 

Es war ein Rückrundenauftakt mit sehr vielen Verhandlungen: Zunächst bekam Samira Samii das Angebot als Sportdirektorin bei Trabzonspor zu arbeiten, dann kam es zu einer Zusammenarbeit mit Felix Magath und nun wird die Deutsch-Perserin mit dem Traditionsklub TSV 1860 München in Verbindung gebracht.

Wie RUND erfuhr, soll Deutschlands einzige Spielerberaterin am vergangenen Donnerstag, 7. Februar, in der Geschäftsstelle des Zweitligisten gesichtet worden sein. Hilft die Samii nun auch den Löwen? Tritt die Sportmanagerin als neuer Sponsor auf, unterstützt sie 1860-Investor Hasan Ismaik oder wird sie mit ihrer Agentur Hi2sport.com ablösen? Immerhin hatte sie vor einigen Jahren schon einmal einen Traditionsverein, den damals insolventen SV Arminia Hannover, vor dem sicheren Aus gerettet.

Im Telefongespräch mit RUND bestätigte Samii zwar, dass es ein Gespräch mit der Geschäftsleitung, Robert Schäfer, gab. Allerdings entbehren die Spekulationen über ein Engagement bei 1860 jeder Grundlage. "Natürlich hat man sich über eine mögliche Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen unterhalten. Die Gespräche waren sehr positiv aber wir haben noch nichts schriftlich festgehalten", sagt Samii und fährt fort „weitere Auskünfte und Details möchte ich nicht bekannt geben.“

In einem RUND-Interview hatte sie über ihre Karriere im Fußballgeschäft gesprochen, wo immer noch Machos den Ton angeben: „Es war schwierig, sich den Respekt zu erarbeiten. Und relativ hart, sich Gehör zu verschaffen, wenn man als einzige Frau immer nur Männern am Verhandlungstisch gegenüber sitzt. In dieser Männerdomäne anzukommen, war definitiv nicht leicht. Man muss sich etwas trauen. Wenn ich kein Know-how in dem Geschäft habe, funktioniert gar nichts. Ich habe schnell gelernt: Als Frau darfst du dir in der Fußballwelt überhaupt keine Fehler erlauben.“



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