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Thomas Tuchel: Neue Matchpläne in Dortmund  
Es war die Nachricht, die bestätige, was schon alle zu wissen glaubten: Thomas Tuchel wird Nachfolger von Jürgen Klopp in Dortmund. Die Reporter finden's gut. Die Pressestimmen – gesammelt von indirekter-freistoss.de

 

 

 

Thomas TuchelBeginnt im Sommer in Dortmund: Thomas Tuchel. Foto Pixathlon
 
 
Thomas Tuchel tritt bei Borussia Dortmund das schwere Erbe von Chefcoach Jürgen Klopp an. Jonas Beckenkamp (SZ) ist begeistert: „Tuchel mag einen Hang zum Pedantischen haben, er mag ein Guru sein, aber er ist auch ein Trainerprofi der Moderne. Er fordert viel, er triezt seine Spieler, er will taktisch so flexibel spielen lassen wie es sonst nur ein gewisser Katalane in München tut. Und so einen brauchen sie bei der Borussia, wo unter Jürgen Klopp zuletzt die Ideen für eine Fortentwicklung der Mannschaft versickert sind.“

Michael Horeni (FAZ) staunt Bauklötze: „In seiner selbstgewählten Pause ist er damit zu einem größeren und glorifizierteren Fußballlehrer geworden, als er es während seiner Mainzer Arbeitszeit je war. Und nachdem Tuchel nun tatsächlich an diesem Sonntag einen neuen Vertrag in Dortmund unterzeichnet hat, dürfte er für immer ausgesorgt haben. Das ist eine Erfolgsgeschichte, wie sie die Bundesliga nicht vergessen wird.“

Christian Spiller (Zeit Online) vergleicht den Ist- mit dem Bald-Zustand: „Tuchel ist ein Fußballintellektueller. Was er nicht ist: ein zweiter Jürgen Klopp. Klopp ist ein Menschenfänger, ein Hypnotiseur, ein Gefühlsausbruch in Trainingsjacke. Klopp war als Trainer wie gebacken für den BVB, diesen Verein, der das Mantra „Echte Liebe“ vor sich herträgt, was Fans anderer Vereine spotten lässt, aber einen Großteil der Identität des Herz-und-Seele-Ruhrgebietsclubs ausmacht. Der verschlossenere Tuchel, dem der Philosoph Wolfram Eilenberger in einem TV-Fußballstammtisch am Wochenende eine „aspergerhafte Eingesponnenheit“ attestierte, ist in dieser Hinsicht beinahe das Gegenteil von Jürgen Klopp.“

Dortmund geht mit Tuchel ins Risiko

Lars Wallrodt (Welt) kann es kaum abwarten: „Es wird spannend sein zu erleben, wie Tuchel sich ab Sommer auf der ganz großen Bühne verkauft. Dortmund geht mit ihm ins Risiko. Andererseits: Welche Verpflichtung wäre nach Klopp risikofrei gewesen? Beide Parteien können gewinnen oder verlieren. Es ist eine Schicksalsgemeinschaft: Gelingt es Tuchel, den BVB wieder zur zweiten Kraft im deutschen Fußball zu machen, steigt er auf in die Riege der ganz großen Trainer. Schafft er es allerdings nicht, den ins taumeln geratenen Riesen zu stabilisieren, schrumpft der gehypte Supermann auf Normalmaß zurück.“

Auch Daniel Raecke (Spiegel Online) ist gespannt: „Nun ist Tuchel am Zug. Er hat die Gelegenheit zu zeigen, dass er zu Recht mit Guardiola in Verbindung gebracht wird: Der Katalane vereint Grundphilosophie und flexible Anpassungen fast perfekt. Der neue BVB-Trainer hat viel vor.“

Tobias Oelmaier (dw.de) spaziert mit vielen Fragezeichen im Kopf durch die Dortmunder Innenstadt: „Er ist jung, wirkt dynamisch, mitreißend. Allerdings hört es damit schon auf mit den Parallelen. Denn so emotional, so volksnah sich Klopp, der „Pöhler“, gibt, so kühl und verkopft, so distanziert scheint Tuchel. Es ist fraglich, wie sie im Ruhrpott, wo Fußball eher Religion denn Zeitvertreib ist, mit diesen Charaktereigenschaften umgehen werden. Und wie Tuchel selbst damit zurecht kommt. Während Klopp sich gerne in der Öffentlichkeit sonnt, macht Tuchel lieber sein Ding ohne Rücksicht auf die Medien.“

Genau der Richtige

Florian Hagemann (hna.de) streckt beide Daumen nach oben: „Tuchel ist genau der Richtige für Dortmund nach einer großen Ära. In ihm steckt genau so viel Klopp, dass der Verein nicht mit einer kompletten Umwälzung durch den Neuen rechnen muss. Zugleich ist Tuchel Alphatier und eigenständiger Vordenker genug, um bei Borussia Dortmund eine sanfte und nötige Kurskorrektur einzuleiten. Tuchels Aufgabe wird dabei eine der schönsten und schwierigsten zugleich sein, die der deutsche Fußball derzeit zu bieten hat. Der 41-Jährige wird in einem intakten, atemberaubenden, zugleich aber auch emotionsgeladenen Umfeld arbeiten.“

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