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Gladbach macht Bayern zum Meister  
Am 30. Spieltag holen sich die Müchner den 25. Meistertitel. Die Konkurrenz machte es immerhin etwas spannender als in der Vorsaison. Die Pressestimmen – gesammelt von indirekter-freistoss.de

 

 

 

Pep GuardiolaErneut Meistertrainer beim FC Bayern: Pep Guardiola. Foto Pixathlon
 
 
Der FC Bayern München ist Deutscher Meister. Julien Wolff (Welt) gratuliert: „Der Vorsprung ist diesmal nicht ganz so gigantisch, dafür war der Fußball noch besser. Der FC Bayern hat sich die 25. Deutsche Meisterschaft in seiner Historie gesichert, für Pep Guardiola ist es die zweite als Trainer des Rekordmeisters. Und eine besondere, weil die Dominanz der Münchner vor allem in der Hinrunde beeindruckend war. Ein Auszug: 6:0 gegen Werder Bremen, 4:0 gegen die TSG Hoffenheim, 4:0 gegen Hannover 96, 4:0 bei Eintracht Frankfurt. Guardiola hat es in dieser Spielzeit geschafft, die Mannschaft flexibler und variantenreicher zu machen. Kurzum: sie besser zu machen.“
 

Jefferson Chase (dw.de) steigt mit ein: „Die Dominanz der Bayern mag zwar im Laufe der vergangenen drei Jahrzehnte gewachsen sein, doch auch die Anforderungen an einen Spitzenclub, der in drei Wettbewerben bis zum Schluss um Titel kämpft, sind viel höher geworden. Der FC Bayern schafft es aber seit Jahren immer wieder, in Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League bis in die entscheidende Phase hinein mitzumischen. Angesichts dessen verdient der 25. Meistertitel allerhöchsten Respekt.“

Elisabeth Schlammerl (Tagesspiegel) macht sich stark für „Matchwinner“ Mitchell Weiser: „Weiser war 2012 für 800.000 Euro Ablöse vom 1. FC Köln gekommen, als Investition für die Zukunft. Aber in den drei Jahren brachte er es gerade einmal auf zwölf Spiele in der Fußball-Bundesliga, neun davon in dieser Saison, und auf drei Einsätze in der Champions League. Es kommt immer wieder vor, dass sich ein Talent beim Meister nicht wie erhofft entwickelt, oder die Stufe FC Bayern doch etwas zu hoch ist. Die Sache mit Weiser bedarf dennoch einer gesonderten Prüfung, weil sich der Klub in jener Phase befindet, die man Umbruch nennt, und in der sich gerade für junge Spieler Chancen eröffnen sollten.“

Marcus Bark (sportschau.de) gähnt: „Der FC Bayern überzeugte in dieser Saison durch seine Klasse, noch mehr aber dadurch, dass er diese Klasse wie selbstverständlich auf den Platz brachte, selbst wenn die Gegner hoffnungslos unterlegen und daher leicht zu unterschätzen waren. Die Bayern und ihr Trainer Josep Guardiola nehmen der Bundesliga durch diese Dominanz etwas, das elementar wichtig für den Fußball ist: die Ungewissheit, wie ein Spiel ausgeht. Der Reiz des Außenseiters, es den großen Bayern zu zeigen ist dem Bemühen gewichen, es nicht zu schlimm werden zu lassen.“

Der Erfolg der Bayern ist kein Naturgesetz

Oliver Fritsch (Zeit Online) macht der Konkurrenz Mut: „Der Erfolg der Bayern ist kein Naturgesetz, er ist von Menschen gemacht. Wer das Titelrennen auf Jahre hinaus abschreibt, sei vertröstet. Auch Bayern hängt von Einzelspielern ab, das sah man nicht nur beim 1:4 in Wolfsburg, dem mit Abstand schlechtesten Spiel Guardiolas. Einige der Leistungsträger sind über dreißig Jahre, müssen bald ersetzt werden. Und ihr Trainer gilt nicht als einer, der Wurzeln schlägt.“

Jonas Beckenkamp (SZ) freut sich über die Rückkehr von Bastian Schweinsteiger: „Schweinsteiger ist gewissermaßen der comebackigste Fußballer, den dieses Land zu bieten hat. Diesmal hatte ihn erst ein Kapselriss am Fuß lahmgelegt, dann erwischte ihn ein grippaler Infekt – die vergangenen vier Partien fanden ohne den DFB-Kapitän statt, auch jener triumphale Abend gegen den FC Porto in der Champions League. Das Spiel gegen Berlin bot also wieder einmal allerlei Anlass, um Schweinsteiger besonders zu beobachten. Und nach 90 sportlich recht tristen Minuten lässt sich sagen: Es war einmal mehr eine ordentliche Rückkehr für den 30-Jährigen.“

Ohne die Schützenhilfe der Gladbacher hätten die Münchner noch eine Woche mit dem Feiern warten müssen. Doch auf die Offensiv-Abteilung der Borussen ist Verlass. Daniel Theweleit (Spiegel Online) adelt die Gladbacher Angreifer: „Neben der Willensstärke und taktischen Qualitäten spielt ein Faktor einen eine Rolle, über das der Gladbach-Trainer nicht so gerne spricht: das Sturmduo Max Kruse und Raffael. Die Angreifer, die rund um die Winterpause nur selten überzeugten, blühen auf in diesem Frühjahr. Raffael hat nun sechs Tore in den zurückliegenden sieben Partien geschossen, Kruse gab in den zehn ungeschlagenen Spielen fünf Vorlagen und erzielte zwei Treffer. Diese Leichtigkeit der beiden Borussen ist derzeit der Schlüssel zu den meisten Toren, die die Mannschaft schießt.“

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