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Getroffen um zu bleiben 
Nicklas Bendtner stand beim VfL Wolfsburg in der Kritik, nach seinem Tor im Supercup-Finale gegen den FC Bayern scheint der selbstbewusste Däne nun doch in Niedersachsen angekommen zu sein. Die Pressestimmen – gesammelt von indirekter-freistoss.de

 

 

Nicklas BendtnerDie Kollegen freuen sich mit Nicklas Bendtner, der soeben das 1:1 im Supercup gegen die Bayern erzielt hat. Foto Pixathlon

 
 
Nach dem Supercup-Sieg gegen den FC Bayern München steht vor allem ein Wolfsburger Akteur im Rampenlicht: Matchwinner Nicklas Bendtner. Christian Otto (Welt) sieht in Bezug auf Bendtners bisherige Erscheinung Licht am Ende des Tunnels: „Es war immer noch Konfetti im Haar, als Bendtner es geschafft hatte, dem Knäuel aus glücklichen Wolfsburger Spielern wieder zu entfliehen. Als die Supercup-Trophäe endlich überreicht und alle Ehrenrunden gedreht waren, warteten die üblichen medialen Stolperfallen auf ihn. Ein Mann wie Bendtner, dessen Hang zur Selbstinszenierung recht ausgeprägt ist, läuft immer Gefahr, sich zu verhaspeln. Aber an diesem Abend vermittelte der Stürmer den Eindruck, als habe er zuletzt eine Lektion gelernt.“
 

Auch Hendrick Buchheister (Spiegel Online) beschäftigt sich mit Bendtners unerwarteter Leistungsexplosion: „Es kommt es nicht oft vor, dass Bendtner in Wolfsburg gefeiert wird. Genau genommen war das Spiel um den Supercup sein erster echter Glanzauftritt für den Klub aus Niedersachsen. Während sich über die Bedeutung des jährlichen Duells zwischen Meister und Pokalsieger streiten lässt, so hatte es doch großen Wert für Bendtner. Er betrieb Imagepflege und konnte sein geschundenes Selbstvertrauen polieren.“

Roland Zorn (FAZ) zeigt sich von einem weiteren Spieler im VfL-Dress begeistert: „Ähnlich entspannt wie Nicklas Bendtner nach seinem bisher schönsten Tag in Wolfsburg genoss Kevin De Bruyne, der Star des VfL, diesen Abend, an dem ihm nichts von den Rückenbeschwerden anzumerken war, die ihn während der Woche geplagt hatten. Der 24 Jahre alte Belgier war immer da präsent, wo das Spiel seiner Mannschaft Fahrt aufnahm und versprühte dabei eine Spiellust, die auch in Zukunft den VfL erleuchten dürfte.“

Ein fatales Signal an die Mannschaft

Patrick Mayer (Focus.de) vermisst bei den Bayern die Gier nach Titeln: „Einst hieß es, Sportvorstand Matthias Sammer sei genau deshalb geholt worden. Als Wachrüttler. Als Mahner. Als Oberkritiker. Doch wachrütteln oder mit Schärfe kritisieren? Das hört man von Sammer schon lange nicht mehr. Es ist ein fatales Signal an die Mannschaft. Die im Fußballgeschäft oft besprochene „Titelgeilheit“ sieht anders aus. Und die Meisterschaft ist vor der Saison noch lange nicht entschieden.“

Julien Wolff (Welt) blickt in das Gesicht eines enttäuschten Bayern-Spielers: „Mario Götze war zum Zeitpunkt des Ausgleichs gerade erst auf das Spielfeld gekommen, Guardiola hatte ihn 84 Minuten auf der Bank gelassen. Das sollte nicht überbewertet werden. Doch es war zumindest nicht gerade ein großer Beweis, dass der Trainer Götze als unverzichtbar in seinem System erachtet.“

Christof Kneer (SZ) beruhigt die Gemüter: „Zwei Wochen vor dem Ligastart liegen bereits drei einleuchtende Gründe vor, warum die Bayern schon wieder Meister werden könnten. Grund eins: der Spielplan. Grund zwei: eine lange Sommerpause, in der sich die Bayern bedrohlich erholen konnten. Grund drei: der Supercup. Bevor die Bayern zuletzt dreimal in Serie Meister wurden, haben sie dreimal in Serie den Supercup verloren.“

 
 


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