DEMBA BA „Die Typen wissen, wie Fußball geht“Bei französischen Spitzenklubs hatte Demba Ba vor zwei Jahren keine Chance. Er ging nach Belgien, wo er von den Scouts der Hoffenheimer entdeckt wurde. Trotz eines lukrativen Angebots des VfB Stuttgart will ihn Hoffenheim nicht verkaufen. In seiner ersten Bundesligasaison schoss er 14 Tore in 33 Spielen. Der 23-Jährige staunte dennoch: über die Stadien und Zé Roberto.
"Er kann alles am Ball": Demba Ba (rechts) ist von Lucio schwer beeindruckt
Foto Hoch Zwei
Sie schickten ihm ein Video nach Belgien, wie sie in einem vollen Stadion spielten. „Hoffenheim war damals Tabellenvorletzter der Zweiten Liga“, erinnert sich Demba Ba in einem Interview mit dem Onlineauftritt des französischen Fußballmagazins „So Foot“. Der 23-Jährige hatte das Vertragsangebot zunächst abgelehnt, doch nach Ansehen des Videos änderte er seine Meinung. Die Kraichgauer hatten im zweiten Zweitligaspiel nach der Heimniederlage gegen Mitaufsteiger Wehen ein 0:0 erreicht, Ba unterschrieb bis zum 30. Juni 2011.
Sieben Mal hat der in Sèvres am Stadtrand von Paris geborene Angreifer bislang in der Bundesliga getroffen. Eine Entwicklung, die „ich mir vor zwei Jahren nicht hätte vorstellen können“. Damals spielte Ba beim belgischen Erstligisten Excelsior Mouscron, wo er trotz Verletzung acht Tore in zehn Spielen geschossen hatte. Der Scoutingabteilung von Hoffenheim blieb das nicht verborgen.
Mouscron liegt direkt an der französischen Grenze, aber kein französischer Spitzenklub war bislang ernsthaft an Ba interessiert. „Ich hatte es in Auxerre und Lyon versucht, aber jedes Mal sagte man mir ‚ÄöWir haben schon einen mit dem gleichen Profil.’“
Mit Franck Ribéry hat Ba vor dem Spitzenspiel in München einen längeren Smalltalk gehalten. Dabei ging es auch um die französische Ligue 1. „Ich versäume kein Spiel“, sagt Ba, ein Fan von Paris Saint Germain seit seiner Kindheit.
Die Stadien der Bundesliga hinterlassen immer noch großen Eindruck in Frankreich. Als der Tabellenführer nach München mit dem Mannschaftsbus fuhr, erkennt man auf Demba Bas Handy ein wackliges Video, in dem die rot-erleuchtete Allianz-Arena langsam immer näher rückt.
Von der Konkurrenz haben ihn am stärksten der Wolfsburger Grafite und Zé Roberto vom FC Bayern beeindruckt. „Die Typen wissen, wie Fußball geht. Grafite ist ein Modell an Stärke und Schnelligkeit Und Zé Roberto hat Klasse. Er kann alles mit dem Ball.“ Und er selber? „Alles ist so schnell bei mir gegangen. Und ich tue alles, damit es nicht wieder hinuntergeht.“ Lesen Sie auch:
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