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Nicht drücken, nicht dran herum kratzen
Die Sprechstunde mit Dr. Roger Repplinger zum Thema Sportverletzungen. Heute: Haarwurzelentzündung


Haar

Mit Haut und Haar: Je mehr rasiert wuird, desto häufiger gibt es Probleme mit den Haarwurzeln
Foto Pixathlon


Vor ein paar Jahren gucke ich Skilanglauf und höre, dass Ex-Weltmeister Axel Teichmann wegen Haarwurzelentzündung nicht bei den Olympischen Spielen startet. Denk ich: Was die alles haben. Und, was passiert? Zwei Wochen später hab ich ein dickes Ding am Hals. Haarwurzelentzündung.
Nicht so schlimm wie beim Teichmann. Bei ihm: Walnuss groß, Schüttelfrost, leichtes Fieber. Aber mir hat es gereicht. Früher nicht so häufig. Heute, und nun Mädels aufpassen, auch die der Redaktion, dank Intimrasur alle Nase lang. Die Haare schützen nämlich die Poren, und wenn die weg rasiert sind, dringen Krankheitserreger, klein und fies, durch die Poren ein.

Haarwurzelentzündung – Follikulitis – betrifft den oberen, äußeren Teil des Haarbalgs. Follikulitis entsteht durch das Hautbakterium Staphylococcus aureus das brav auf jedem menschlichen Körper sitzt. Sind viele davon da, und finden sie einen Weg nach innen: Follikulitis. Wird der Körper nicht mit der Entzündung fertig, breitet sie sich aus, bildet einen harten Knoten mit gelbem Punkt auf der Oberfläche. Ist der Haarfollikelausgang durch Hornmaterial verstopft, kann sich das, bei geschwächten Abwehrkräften, zu einer Entzündung des Haarbalgs entwickeln. Furunkel. Abszesse entstehen, wenn sich Furunkel im Gewebe ausbreiten. Furunkel und Abszess: raus schneiden.
Follikulitis kann an jeder Körperstelle auftreten, am liebsten an Brust und Rumpf, auf der Kopfhaut oder an den Beinen. Männer im Sommer, wenn sie tüchtig schwitzen und sich die Bakterien vermehren, basteln sich gern eine Follikulitis. Tut weh, heilt ohne Folgen aus. Nicht drücken, nicht dran herum kratzen. Geduld und Spucke. Nein. Keine Spucke.


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