ONLINE-EXTRA 04/07
Verbranntes Geld schießt keine Tore
Die eingefleischten Sachsen-Leipzig-Fans reagierten erleichtert auf die Nachricht, dass der Energy-Drink-Hersteller Red Bull bei ihrem Verein nun doch nicht das Kommando übernehmen wird. Doch der guten Laune war kein langes Leben beschieden.
Fans von Sachsen Leipzig haben es auch nicht leicht: Die Fahne weht wohl weiter viertklassig
Foto Andreas Mühe
Spätestens nachdem das Team am vergangenen Wochenende nur 1:1 gegen den Chemnitzer FC spielte, ist auch dem größten Optimisten in Leipzig klar, dass es mit dem anvisierten Aufstieg in die Regionalliga auch in diesem Sommer nichts werden wird. Mittlerweile hat das Team des knorrigen Ede Geyer elf Punkte Rückstand auf den ersten Tabellenplatz, der einzig und alleine zum Aufstieg berechtigt. Nun müssen sich die Verantwortlichen kritische Nachfragen gefallen lassen. Das hervorragende Fanzine „Cult hoch 64“ vergleicht in seiner aktuellen Ausgabe einmal die Etats der Ligakonkurrenten mit dem des eigenen Vereins und wirft die Frage auf, warum die Floskel, wonach Geld eben doch Tore schieße, ausgerechnet für Sachsen Leipzig nicht gelte: „Mit drei Millionen Euro Saisonetat sind wir auf dem Papier der unerreichte Spitzenreiter – auf dem Rasen erreichen wir mit Mühe und Not den vierten Tabellenplatz.“
Seit dem Abstieg 2004 versuchen die Verantwortlichen, die Rückkehr in die Drittklassigkeit zu erzwingen. Den Nachweis, dass sie kompetent mit Geld umgehen können, blieben sie bislang schuldig. Spieler wie Josef Ivanovic (ehemals Aachen) oder Rolf-Christel Guié-Mien (Frankfurt, Köln) sollen bei den Leutzschern mehr als zu Zweitligazeiten verdienen, sportlich haben sie bislang fast durchweg enttäuscht. Der Verein, dessen Saisonetat um das dreifache höher liegt als der der anderen ambitionierten Vereine wie Plauen oder Chemnitz, muss nun mit einem abermaligen Zuschauerschwund rechnen. Angeblich gibt es nun ernsthafte Überlegungen, das sowieso schon reichlich überdimensionierte Zentralstadion mit seinen 44.000 Plätzen für die letzten Saisonspiele zu verlassen und in den angestammten Alfred-Kunze-Sportpark zurückzukehren.
Christoph Ruf
Verbranntes Geld schießt keine Tore
Die eingefleischten Sachsen-Leipzig-Fans reagierten erleichtert auf die Nachricht, dass der Energy-Drink-Hersteller Red Bull bei ihrem Verein nun doch nicht das Kommando übernehmen wird. Doch der guten Laune war kein langes Leben beschieden.

Fans von Sachsen Leipzig haben es auch nicht leicht: Die Fahne weht wohl weiter viertklassig
Foto Andreas Mühe
Spätestens nachdem das Team am vergangenen Wochenende nur 1:1 gegen den Chemnitzer FC spielte, ist auch dem größten Optimisten in Leipzig klar, dass es mit dem anvisierten Aufstieg in die Regionalliga auch in diesem Sommer nichts werden wird. Mittlerweile hat das Team des knorrigen Ede Geyer elf Punkte Rückstand auf den ersten Tabellenplatz, der einzig und alleine zum Aufstieg berechtigt. Nun müssen sich die Verantwortlichen kritische Nachfragen gefallen lassen. Das hervorragende Fanzine „Cult hoch 64“ vergleicht in seiner aktuellen Ausgabe einmal die Etats der Ligakonkurrenten mit dem des eigenen Vereins und wirft die Frage auf, warum die Floskel, wonach Geld eben doch Tore schieße, ausgerechnet für Sachsen Leipzig nicht gelte: „Mit drei Millionen Euro Saisonetat sind wir auf dem Papier der unerreichte Spitzenreiter – auf dem Rasen erreichen wir mit Mühe und Not den vierten Tabellenplatz.“
Seit dem Abstieg 2004 versuchen die Verantwortlichen, die Rückkehr in die Drittklassigkeit zu erzwingen. Den Nachweis, dass sie kompetent mit Geld umgehen können, blieben sie bislang schuldig. Spieler wie Josef Ivanovic (ehemals Aachen) oder Rolf-Christel Guié-Mien (Frankfurt, Köln) sollen bei den Leutzschern mehr als zu Zweitligazeiten verdienen, sportlich haben sie bislang fast durchweg enttäuscht. Der Verein, dessen Saisonetat um das dreifache höher liegt als der der anderen ambitionierten Vereine wie Plauen oder Chemnitz, muss nun mit einem abermaligen Zuschauerschwund rechnen. Angeblich gibt es nun ernsthafte Überlegungen, das sowieso schon reichlich überdimensionierte Zentralstadion mit seinen 44.000 Plätzen für die letzten Saisonspiele zu verlassen und in den angestammten Alfred-Kunze-Sportpark zurückzukehren.
Christoph Ruf
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