Zurück  |  

EURO 2024
Kein Hybridrasen für Olli Schulz
Hamburgs EM-Vorbereitungen laufen holprig. Aber nun werden immerhin die Trainingsplätze für 5,2 Millionen Euro neu gemacht

 

hagenbeckHeimspielstätte in der Regionalliga: die U23 des HSV, hier in einem Spiel gegen die U23 von Hannover 96, im Sportpark Eimsbüttel, der nun umgebaut wirf. Foto: MG

 

Neuer Name, neuer Rasen: Eine der größten Sportanlagen Hamburgs, der Sportpark Eimsbüttel, wird bei der Europameisterschaft 2024 als Trainingsplatz der Teams dienen, die im Volksparkstadion eines der vier Gruppenspiele und ein Viertelfinale bestreiten. Wer auf den Ausgang der Spiele setzen will, kann sich einen bonus code Bildbet sichern. Die Auslosung der sechs Vorrundengruppen findet im Dezember 2023 in der Hamburger Elbphilharmonie statt. 

Ärger gab es zuletzt, ob der Hamburger SV seiner Verpflichtung nachkommt, das Volksparkstadion für die Euro zu renovieren. Mit einem Verantwortlichen der Uefa fanden Gespräche statt, so dass alle Beteiligten davon ausgehen, dass die Partien des Kontinentalturniers in Hamburg stattfinden können. Der HSV wird im Winter, wenn der Profifußball wegen der WM in Quatar pausiert, mit den Arbeiten beginnen. 

Zurück zum Sportpark Eimsbüttel im Stadtteil Stellingen. Die Stadt und der Bund haben für den Umbau der in die Jahre gekommenen Amlage bislang 5,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dort trägt unter anderem die U23 des HSV ihre Regionalligaheimspiele aus. 1999 siegten hier die DFB-Frauen gegen China. Auf dem Rasen standen Angreiferin Birgit Prinz und die heutige Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gegen China. Prinz traf schon vor dem Halbzeitpfiff zum 4:1-Endstand, 2.428 Zuschauer feierten die Fußballerinnen. Weniger zu feiern gab es für die HSV-Frauen. Das Bundesligateam wurde vom klammen Verein aus der Bundesliga abgemeldet, um einen niedrigen sechsstelligen Betrag zu sparen. Nationalspielerin Kim Kulig, die bis 2011 in Hamburg gespielt hatte, fand auf Twitter deutliche Worte. „Schwache Leistung HSV!“ Der renommierte Trainer Bernd Schröder (1. FFC Turbine Potsdam) sprach von einer „Schande für den deutschen Frauenfußball“. Langsam nähern sich die HSV-Frauen nun wieder der 2. Bundesliga an. Im Juni wurde der Aufstieg allerdings noch durch ein 0:4 gegen Potsdam im Aufstiegs-Rückspiel verpasst. Das Hinspiel hatten die Hamburgerinnen noch mit 1:0 gewonnen. 

In Stellingen sollen die bisherigen Naturrasenfelder und der Grandplatz durch drei Kunstrasenfelder und einen Hybridrasenplatz ersetzt werden. Lange war die Anlage nach Wolfgang Meyer benannt. Ab 1933 war er als kommissarischer Hamburger Landesschulrat dafür zuständig, das Schulwesen nach dem Willen der neuen Machthaber umzubauen. Die Bezirksversammlung beschloss wegen Meyers NS-Vergangenheit die Sportanlage umzubenennen. Bürger konnten Vorschläge einreichen. Das Rennen machte schließlich die Bezeichnung „Sportpark Eimsbüttel“. 

Vergeblich hatte sich Musiker und Comedian Olli Schulz als Namensgeber hat per Instagram in Stellung gebracht, auch Jan Böhmermann unterstützte im gemeinsamen Podcast „Fest & Flauschig“ die geplante „Olli-Schulz-Sportanlage“. Immerhin hat Schulz eine Fußball-Vergangenheit. Er spielte gleich um die Ecke für den ETV und Grün-Weiss Eimsbüttel.



Zurück  |