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Woy wird Englands "Grinsi Klinsi"
Humor in England: Die "Sun" fährt eine Kampagne gegen Englands neuen Nationaltrainer Roy Hodgson und Ars/ene Wenger wird von Stoke-Fans veralbert. Von Henning Klefisch
Neuer Chef in der Kabine Englands: Roy Hodgson löst Fabio Capello ab und wurde gleich ein Opfer der Boulevardmedien Foto Pixathlon
Kampagne gegen „Woy“
Die Boulevardmedien in Großbritannien sind wenig zimperlich, wenn sie Schwächen bei Fußballern ausmachen – selbst wenn die nichts dafür können. Nun ist der Sprachfehler des neuen englischen Nationaltrainers Roy Hodgson an der Reihe. Hodgson hat Probleme, das R korrekt auszusprechen: Er leidet unter einem so genannten Rhotazismus.
Besonders kreativ war das Revolverblatt „Sun". Bei ihnen heißt der Trainer ab sofort „Woy“ mit Vornamen. Die Poeten der „Sun" titelten: „Die Euwo kann kommen. Woy erhält den England-Job. Wir sehen uns in der Ukwaine gegen Fwankweich.“
Als Grund für die Kampagne gegen Hodgson gilt, dass der Kandidat der „Sun", Harry Redknapp, den Job nicht bekam. Sogar von einer „Schock-Wahl“ war die Rede. Redknapp hingegen zeigte sich mächtig verwundert angesichts der finalen Entscheidung: „Alle sagten Redknapp, dass er der einzige Kandidat sei. Doch das Telefon klingelte einfach nicht.“
Kampagnenopfer Roy Hodgson ist tatsächlich ein Sprachtalent, spricht fließend norwegisch, schwedisch, deutsch und italienisch. In Dänisch, Finnisch und Französisch kann er sich zumindest ausdrücken.
Senegals Kicker völlig gaga
Viele sehen eine Verwandtschaft zwischen Fußball und Tanzen. Die Fußball-Olympiamannschaft aus dem Senegal trat den Beweis an. Sie bewegte sich feierlich zur Musik von Lady Gaga. Zuvor hatte das westafrikanische Land durch einen 2:0-Sieg über den Oman das Ticket für Olympia 2012 in London gelöst. Zum passenden Soundtrack wurde „The Edge Of Glory“ wurde rhythmisch getanzt. Einige Kicker aus dem französischsprachigen Senegal erwiesen sich als extrem textsicher präsentierten und das komplette englischsprachige Lied fröhlich trällerten, während sie ihre durchgeschwitzten Körper zum Takt der Musik bewegten.
Am 26. Juli wird im traditionsreichen Old Trafford gegen Gastgeber England getanzt. Die weiteren Gegner in der Gruppe sind die Vereinigten Arabischen Emirate und Uruguay.
Arsène Wenger von Stoke-Fans verspottet
Theater in Highbury. Die Fans von Stoke City bewiesen schauspielerisches Talent, das sie beim Gastspiel von Arsenal London an Gunners-Trainer Arsène Wenger bewiesen.
Bei einem umstrittenen Freistoß für den Gastgeber war der mittlerweile 63-jährige Franzose mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und tat dies mit wilden Gesten kund. Findige Tierfreunde erkannten in den Bewegungen des Trainer-Routiniers mit viel Fantasie einen verärgerten Pinguin, der beide Arme gegen seine Beine schlägt und damit zum Nachahmen animiert.
Das eigentlich Skurrile ereignete sich allerdings ein paar Meter hinter ihm. Der Trainer wurde zum Vorbild im wahrsten Sinne des Wortes. Dutzende Stoke-City übten sich in der Parallelakrobatik mit Wenger. Unfeine Fan-Gesänge gegen den smarten Trainer komplettierten diese Szenerie. Der Kopierte steht über den Dingen, wenn er sagt: „Ich habe genug Erfahrung, um damit klarzukommen. Es stört mich nicht wirklich, ich höre nicht darauf, was die Leute singen.“
Ungleiches Duell in Brasilien: 17 gegen 11
Häufig wird die spielentscheidende Bedeutung von Balljungen verkannt. Dabei gewinnen die stimmbrüchigen Knaben nach den jüngsten Vorfällen eine immer größere Bedeutung und sorgten nun für eine handgreifliche Auseinandersetzung. Beim Porto-Alegre-Derby zwischen Internacional und Gremio mischten Spieler, Trainer, Sicherheitskräfte und sogar Journalisten mit.
Der Anlass war ein Eckball: Beim Stand von 1:1 in der zweiten Halbzeit legte ein Balljunge die Kugel für Internacional so schnell an die Eckfahne, dass Gremio-Coach Vanderlei Luxemburgo der Kragen platzte und er dem verdutzten Teenager kräftig die Leviten las. Es folgte ein heftiges Handgemenge, das fünf Minuten dauerte. Die Wut des ehemaligen brasilianischen Nationaltrainers stieg jedoch noch weiter, als der 2:1 Siegtreffer für den Gastgeber höchst provokant mit den Balljungen bejubelt wurde.
Nach dem Spiel machte Luxemburgo seinem Ärger Luft, indem er sagte: „Internacional ist mit 17 Spielern angetreten. Elf Fußballern und sechs Balljungen. Ich kann nicht akzeptieren, dass eine Person von außerhalb des Spiels Einfluss auf die Partie nimmt.“
Wie der Vater so der Sohn
Bekanntlich fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. Beim Ex-Barca-Superstar und seinem 17-jährigen Sohn Rivaldinho scheint es ähnlich zu sein. Rivaldo galt in seiner Karriere als absoluter Kunstschütze. Legendär sein Fallrückzieher in der Saison 2000/01 gegen den FC Valencia, als er kurz vor Schluss den 3:2-Siegtreffer erzielen konnte. Von der Strafraumgrenz hämmerte er den Ball ins rechte untere Toreck.
Rivaldos Filius, der auf den kreativen Künstlernamen Rivaldinho hört, gelang exakt das gleiche Kunststück, als er für seinen brasilianischen Verein Mogi Mirim den Ball gekonnt mit der Brust stoppte und mit einem gezielten Fallrückzieher in die rechte untere Ecke platzierte. Eine exakte Kopie des Treffers seines Vaters. Ob der „kleine Rivaldo“ aber die gleiche Karriere wie sein berühmter Vater hinlegen kann, steht hingegen noch in den Sternen.
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