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„Wenn er den Ball hat, weißt du, dass was Besonderes passieren wird“
Barças geniale Strategen Xavi und Andrés Iniesta: Dieses und vier weitere der größten und besten Partnerschaften der Fußball-Geschichte hat Jamie Dunn ausgewählt.

„Es war Iniesta...Er hat das Spiel verändert. Wenn Andres den Ball hat, weißt du, dass was Besonderes passieren wird.“ Xavi (rechts) huldigt Iniesta nach Spaniens Sieg gegen Chile
Foto Pixathlon
Xavi und Andres Iniesta
Die Namen Xavi und Iniesta sind derart miteinander verknüpft, dass es schwer vorstellbar ist, dass die beiden jemals ohne einander gespielt haben - und so verwundert es kaum, dass die beiden Namen häufig in einem Atemzug genannt werden.
Xavi und Iniesta sind seit 2004 Dauerbrenner im Team des FC Barcelona. Seitdem konnten die Katalanen dank des kongenialen Duos fünf Meisterschaften, einen Pokalsieg, drei Champions-League-Titel, zwei europäische Super-Cups und zweimal die Klub-WM feiern.
Und das Paar hat auch auf Länderspielebene begeistert, am spanischen EM-Gewinn 2008 und dem WM-Titel 2010 hat es allergrößten Anteil. Iniesta erzielte im Finale in Südafrika das entscheidende Tor gegen die Niederlande.
Die Konkurrenz im spanischen Nationalteam war stets groß, Akteure wie David Albelda, Marcos Senna, Xabi Alonso und Cesc Fabregas drangen in den Vordergrund - für Xavi und Iniesta aber war immer Platz.
Falls alles normal läuft, wird das auch für die Euro 2012 gelten.
Fabio Cannavaro und Alessandro Nesta
In der Serie A mögen sie für einige Jahre Rivalen gewesen sein, im Nationalteam aber waren Cannavaro und Nesta Partner in der Innenverteidigung.
Das Paar spielte zum ersten Mal im Jahr 1997 gegen Moldawien zusammen, mehrere große Turniere folgten - bis zur WM 2006, vor der beide eine starke Qualifikation ablieferten.
Unglücklicherweise erlitt Nesta in Deutschland in der Gruppenphase eine Verletzung, die für ihn gleichbedeutend mit dem Turnier-Aus war. Cannavaro aber wurde zum Star im italienischen Team und reckte schließlich die WM-Trophäe in die Höhe, um später sogar noch den Ballon d’Or zu gewinnen. Es hätte für die stolze Nation keinen romantischere Weg geben können, um den Calciopoli-Skandal hinter sich zu lassen.
Cannavaro ist mit 136 Einsätzen Italiens Rekordnationalspieler, während Nesta 78-mal für die „Squadra Azzurra“ auflief. Der Milan-Abwehrmann wäre ohne Zweifel auf mehr Partien gekommen, wäre er nicht immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden. 2007 erklärte er schließlich seinen Rücktritt aus dem Nationalteam.
Von seinen Blessuren hat sich Nesta inzwischen erholt und steht nach wie vor bei Milan unter Vertrag, im Sommer wird er die Fußballschuhe aber an den Nagel hängen. Cannavaro hat sich bereits aus dem Geschäft zurückgezogen, nachdem er sich 2011 mit Al Ahly überworfen hatte.
Johan Cruyff und Johan Neeskens
Als zwei Protagonisten in einer einschneidenden Periode des Fußballs waren Cruyff und Neeskens Teil eine der höchstgerühmtesten Nationalmannschaften der Geschichte.
Cruyff agierte als Stürmer und Neeskens stand etwas tiefer, im niederländischen Team der 70er aber war kein Spieler auf eine Position beschränkt.
Beide Akteure waren die Schlüsselspieler der niederländischen Philosophie dessen, was als „Voetbal total“ bekannt wurde - einem System, im dem jeder Spieler jede Position übernehmen konnte und diese ständig getauscht wurden. Dieses System haben die zwei von ihrem Klub Ajax in die Nationalelf adaptiert.
Das Amsterdamer Team war Europas dominantestes Team in den frühen 70ern, wobei Cruyff und Neeskens neben anderen Auszeichnungen mit ihrer Mannschaften zwei Meisterschaften, zwei Pokalsiege und drei Europapokale gewannen.
Bei der WM 1974 aber musste „Oranje“ sich im Endspiel gegen die BRD geschlagen geben, obwohl man vorher überzeugend gegen Argentinien und Brasilien gewonnen hatte. Das damalige niederländische Team gilt nach wie vor als das die beste Nationalelf, die nie eine WM gewann.
Cruyff war zuvor von Ajax zu Barca gewechselt, Neeskens folgte ihm wenig später. An die vorherigen Erfolge konnte man aber nicht anknüpfen und gewann als Duo lediglich einmal die Copa del Rey, im Jahr 1978.
Neeskens, der den Spitznamen „Johann der Zweite“ verliehen bekam, nahm ohne den zurückgetretenen Cruyff an der WM 1978 teil-
Die Niederländer mussten sich erneut im Finale geschlagen geben, diesmal gegen Argentinien.
Andy Cole und Dwight Yorke
Nachdem er bereits zwei Meisterschaften mit Manchester United gewonnen hatte, sah Cole mit der Ankunft von Yorke ermutlich bereits seine Felle davonschwimmen - vor allem angesichts seiner fröstelnden Beziehung zu Teddy Sheringham, mit dem er kaum ein Wort austauschte,
In der Tat ist nicht auszuschließen, dass es Sir Alex Fergusons Intention war, Cole durch den von Aston Villa gekommenen Yorke zu ersetzen.
Stattdessen aber bildeten Yorke und Cole eine tödliche Partnerschaft.
Nach nur einer Saison hatten die beiden mit United so gut wie alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.
Die Premier League, der FA Cup und die Champions League wurden in der Spielzeit 1998/99 allesamt gewonnen, das Sturmduo erzielte dabei reihenweise Tore.
Yorke und Cole holten auch in den nächsten beiden Jahren jede Menge Titel mit Manchester, aber ihr Stellenwert im Team sank langsam, die Startelfeinsätze wurden weniger. Letztlich verließen beide den Klub.
Das Paar wurde später bei den Blackburn Rovers wiedervereint, der Erfolg war jedoch durchwachsen.
Jose Mourinho und Ricardo Carvalho
Seitdem Mourinho im Jahr 2002 Porto übernahm, waren der Trainer und sein Spieler für über ein Jahrzehnt unzertrennlich.
Nachdem er sich einen Stammplatz bei Porto erkämpft hatte wurde Carvalho zu einer der bedeutendsten Akteure für den portugiesischen Verein und seinen Trainer Mourinho, und im Jahr 2003 kam man erstmals in den Genuss großer Erfolge. Neben der nationalen Meisterschaft wurde mit einem Sieg über Celtic auch der UEFA-Cup geholt.
Im Folgejahr verteidigte man die Meisterschaft und gewann sensationellerweise die Champions League.
Mourinho war zu diesem Zeitpunkt in aller Munde und wechselte im Sommer 2004 zu Chelsea - „The Special One“ wurde geboren. Carvalho folgte bald, nachdem Roman Abramovich den Geldbeutel geöffnet hatte.
Weitere Titel folgten: Zwei englische Meisterschaften, ein FA Cup, Zwei League Cups und ein Community Shield konnten ergattert werden, ehe es zu Mourinhos unrühmlichen Abgang kam.
Der Coach eroberte Italien und holte mit Inter zwei Serie-A-Titel, den Pokal, die Supercoppa und einmal mehr die Champions League - allerdings ohne Carvalho, der bei Chelsea blieb.
Es sollte aber nicht lange dauern, bis man bei Real Madrid wiedervereint wurde, wo die beiden kurz davor sind, eine weitere Meisterschaft einzutüten - und so einen weiteren Titel zu ihrem beeindruckenden Trophäenschrank hinzuzufügen.
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