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GESUNDHEIT
Fußball und Asthma? Kein Problem!
Gute Nachricht für Asthmakranke: Fußballspielen ist für sie grundsätzlich möglich und verbessert die Lungenfunktion. Es gibt allerdings auch einiges zu beachten, etwa bei der erforderlichen medikamentösen Behandlung.

 

AmateurfußballVoller Einsatz auf dem Platz: Kein Problem für Asthmakranke, wenn sie bestimmte Dinge beachten.
Foto Pixathlon

 

Asthma und Sport - geht das überhaupt? Viele Betroffene und auch Eltern von Asthmakranken Kindern stellen sich diese Frage. Diese jedoch lässt sich mit einem klaren Ja beantworten. Wissenschaftliche Studien konnten längst belegen, dass ein kontinuierlich betriebener Sport sogar eine Verbesserung der Erkrankung herbeiführt. Denn durch ein regelmäßiges Training wird die Lungenfunktion verbessert und die sogenannte Reizschwelle für einen Asthmaanfall erhöht.
Grundvoraussetzung für einen Asthmakranken ist eine medikamentöse Behandlung, die dem Schweregrad entspricht. Dann steht einem regelmäßigen Sport nichts mehr im Weg. Es ist erstaunlich, wie viele Spitzensportler eigentlich an Asthma leiden und dennoch große Erfolge feiern können. Das sollte allen nicht nur Mut machen, sondern einen Ansporn geben, selber aktiv zu werden.

Welcher Sport wird empfohlen?


In der Regel sind Ausdauersportarten, wie

 - Joggen

- Schwimmen

- Gehen/Wandern

- Radfahren


besonders gut geeignet. Vor allem wenn zuvor noch kein weiterer Sport betrieben wurde. Diese Sportarten werden gleichmäßig ausgeübt und erfordern keinen schnellen Wechsel von Bewegungen und unterschiedlichen Anstrengungen.
Dennoch können selbstverständlich auch andere Sportarten ausgeübt werden. Dazu zählt natürlich auch der Fußball.

Was ist beim Fußballspielen mit Asthma zu beachten?


Zunächst ist eine Absprache und eine gründliche Untersuchung beim Hausarzt oder einer telefonischen Beratung durch Experten zu empfehlen, damit die Medikamente entsprechend abgestimmt werden können. Denn ohne diese ist das Ausüben von Sport leider nicht umsetzbar. Normalerweise wird an dieser Stelle ein ergometrischer Belastungstest durchgeführt. Darüber kann der aktuelle Trainingszustand ermittelt werden und eine optimale Einstellung der Medikamente erfolgen.

Folgendes sollte beim Fußballspielen dennoch beachtet werden:

- der Patient sollte sich selber gut mit seiner Erkrankung auskennen

- Notfallmedikamente müssen immer mitgeführt werden

- ein Abbruch des Trainings muss jederzeit möglich sein

- im Notfall muss ärztliche Hilfe schnell erreichbar sein




Der Trainer ist selbstverständlich darüber zu informieren, damit er angemessen reagieren und entsprechend die Trainingseinheiten abstimmen kann. Asthmatiker sollten sich niemals entmutigen lassen. Mit Hilfe moderner Medikamente ist es ohne Weiteres möglich, auch mit Asthma Fußball zu spielen.
Vor jedem Training wird dazu geraten, vorsorglich ein Bronchien erweiterndes Medikament einzunehmen. Das beugt nicht nur vor, sondern ermöglicht ein unproblematisches Training. Wer mit Asthma aufwächst kennt das Prozedere ohne hin aus dem Sportunterricht. Auch hier wird meist vorsorglich inhaliert, um am Sportunterricht teilnehmen zu können.

Was passiert eigentlich bei einem Asthmaanfall?


Ein Asthmaanfall wird durch eine Überreaktion der Bronchien auf äußere Einflüsse ausgelöst. Meist sind es allergische Reaktionen auf Pollen. Aber auch eine körperliche Überanstrengung kann zu einem Asthmaanfall führen. Dann verengen sich die Atemwege und der Betroffene leidet an akuter Atemnot. Jetzt muss schnell reagiert wird. Ein Asthma-Spray ist in der Regel die schnellste und sicherste Hilfe.

Wie verhält es sich mit Asthmamedikamenten und Doping?


Wer auf ärztliche Anweisung hin auf Asthmamedikamente angewiesen ist, darf diese auch einnehmen. Es ist zu empfehlen, stets einen Gesundheitspass mit sich zu führen, wo diese Einnahme bestätigt wird. Denn die Wirkstoffe, welche in einem solchen Medikament enthalten sind, steigern in gewisser Weise die Leistungsfähigkeit. Durch die Erweiterung der Bronchien kann deutlich mehr Sauerstoff der Blutbahn zugeführt werden und somit eine bessere, sportliche Leistung erreicht werden. Daher besteht im Leistungssport die Nachweispflicht, wenn man an Asthma leidet.
Das trifft dann natürlich auch auf einen Profifußballer zu.

 



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