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INTERVIEW
„Man ist immer an der Luft“
Andreas Brehme ist derzeit Fußball-Botschafter des DFB. Der Weltmeister von 1990 über sein neues Leben und eine mögliche neue Trainerstation. Interview Antje Luz

Andreas Brehme 1990
Weltmeister 1990l: Andreas Brehme auf dem Höhepunkt seiner Karriere
Foto Pixathlon


RUND: Herr Brehme, man hat lange nichts mehr von Ihnen gehört. Wie ist Ihr derzeitiges Leben?

Andreas Brehme: Ich bin Botschafter für den deutschen Fußball, da bin ich viel unterwegs und es kann sein, daß ich in den nächsten Tagen einen Vertrag als Trainer unterschreibe.

RUND: Verraten Sie uns Näheres?
Andreas Brehme: Nicht bevor es hundertprozentig ist.

RUND: Die Frage, ob Sie die Nähe zur Bundesliga vermissen, erübrigt sich damit?
Andreas Brehme: Jein. Die Nähe mit Sicherheit, obwohl ich mir sehr viele Bundesligaspiele anschaue - und auch Spiele im Ausland, in Italien oder in Spanien.

RUND: Der Traum von Ihrer Rückkehr auf die Trainerbank wird sich also bald erfüllen?
Andreas Brehme: In die Bundesliga im Moment nicht. Das jetzt ist was Anderes, im Ausland. Aber das heißt ja nicht, dass man nicht in die Bundesliga zurückkehrt.

RUND: Werden Sie des Reisens also nicht müde?
Andreas Brehme: Nein, denn wenn man viel unterwegs ist und viel zu tun hat, dann fühlt man sich besser. Wenn man mal 14 Tage zu Hause ist, dann trifft man sich mit Freunden, macht was, was man sonst nicht macht. Trotzdem ist es besser, wenn man eine Aufgabe hat, das ist immer richtig schön.

RUND: Was ist Ihnen wichtiger, die Entwicklung der Mannschaft oder Resultate?
Andreas Brehme: Beides. Resultate sind wichtig, aber die Resultate kann man nur gemeinsam holen, nicht als Einzelner. Deswegen ist es wichtig, daß man miteinander arbeitet und sich dabei entwickelt.

RUND: Aus Ihrer Sicht gesehen: Wovon wird das Image im Fußball am stärksten beeinflusst?

Andreas Brehme: Die Berater eines Spielers haben viel damit zu tun, wie auch die Spieler selbst, die an ihrem Image arbeiten können. Und auch die Journalisten, die vieles beeinflussen: so schnell wie sie einen hoch jubeln lassen, so schnell lassen sie auch jemanden fallen. Aber normalerweise sind die Berater dafür zuständig, dass da alles vernünftig gemacht wird.

RUND: Drei Gründe, warum Sie Fußball lieben?
Andreas Brehme: Ich habe mein Hobby zum Beruf machen können. Man ist immer an der Luft. Aber am wichtigsten ist die Spielfreude.




Andreas Brehme 1990

Barmbeker wird Weltmeister: Andreas Brehme verwandelt den Elfmeter zum 1:0 im WM-Finale 1990 gegen Argentinien
Foto Pixathlon


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